Wohlhabende sind zugeknöpft

Wohlhabende sind gerne unsichtbar

Wohlhabende sind gerne unsichtbar. Warum das so ist, beleuchtet Carsten Germis in seinem Artikel „Die Zurückhaltung der reichen Deutschen“ in der heutigen Ausgabe der F.A.Z. und kommt in diesem Zusammenhang auch auf das von Christian von Bechtolsheim und Andreas Rhein herausgegebene und von Nicolai Hammersen geschriebene Buch „Vermögen bedeutet Verantwortung“ (Verlag Herder 2021) zu sprechen.

„Die Reichen machen sich in Deutschland gerne unsichtbar. Sie sind im öffentlichen Meinungsbild eher zurückhaltend, weil sie die Zerrbilder vermeiden wollen“, wird Bechtolsheim in der F.A.Z. zitiert. Ihn ärgere die schlichte Losung, die in Politik und Medien weitverbreitet sei, wenn die Frage auftauche, wie die rasant steigenden Kosten des Sozialstaats aufgebracht werden sollten: „Die Reichen schröpfen“.

Zurückhaltung der Wohlhabenden verständlich, aber wenig hilfreich

„Es sei verständlich, wenn sich Reiche in Deutschland vor dem Hintergrund der Ressentiments in Politik, Medien und Gesellschaft ‚praktisch unsichtbar‘ machten. Nur sei diese Zurückhaltung wenig hilfreich, wenn es darum gehe, das Bild von ‚den Reichen‘ und ihrem Beitrag für Gemeinschaft und Gesellschaft transparent darzustellen und mitzuprägen“, heißt es in der F.A.Z. Es sage viel über das gesellschaftliche Klima, so Bechtolsheim, wenn viele Vermögende nicht mit den Attributen „reich“ oder „wohlhabend“ öffentlich in Verbindung gebracht werden wollten.

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